Steinmeier-Nachfolge: Unions-Fraktionschef Frei sieht keinen "Zeitdruck"
In der Diskussion um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht Unions-Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) keinen Handlungsdruck. Die Wahl des neuen Staatsoberhaupts sei am 30. Januar, sagte Frei am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. "Es ist also nicht so, dass wir jetzt irgendwie unter Zeitdruck stünden."
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Partei ließen bislang offen, wen sie sich im höchsten Staatsamt wünschen. Einen konkreten Vorschlag legten sie noch nicht vor - anders als die Schwesterpartei CSU, deren Kandidatin Ilse Aigner auch Unterstützung bei SPD und Grünen genießt.
Es sei ganz normal, dass die beiden Parteivorsitzenden Friedrich Merz (CDU) und Markus Söder (CSU) miteinander sprächen und auch die Ministerpräsidenten und die Landesvorsitzenden der Partei mit einbezögen. "Das passiert derzeit", sagte Frei. "Ich halte das für ein völlig normales Verfahren und ich halte es überhaupt nicht für notwendig, diese Frage jetzt heute Morgen zu klären."
Angesprochen auf die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Ines Claus, die einem Medienbericht zufolge die Unterstützung von Kanzler Merz haben soll, sagte der Unions-Fraktionschef, es werde derzeit über viele Namen geredet. "Und da gibt es auch viele sehr, sehr gute Frauen, die im Gespräch sind."
In der Frage müsse die Union aber jetzt "nichts übers Knie brechen", betonte Frei. "Wir müssen auch nicht über jedes Stöckchen springen, das man einem hinhält." Er rechne damit, "dass es da sicherlich in den nächsten Tagen gute Entscheidungen geben wird".
H.Wagner--LiLuX