Rekordmann Márquez feiert zehnten MotoGP-Sieg am Sachsenring
Weltmeister Marc Márquez hat seinen Ruf als "King of Sachsenring" eindrucksvoll zementiert und mit dem zehnten MotoGP-Sieg beim Großen Preis von Deutschland einen Rekord eingestellt. Der 33-Jährige, klassenübergreifend bei nur einem Start auf dem Kurs bei Hohenstein-Ernstthal geschlagen (2024), zog mit Giacomo Agostini gleich - der Rekord-Weltmeister aus Italien war der bislang einzige Fahrer, der in der Königsklasse zehn Siege auf einer Strecke (Imatra/Finnland) feiern konnte.
Márquez war am Samstag mit Rundenrekord (1:19,041 Minuten) auf die Pole Position gerast und hatte danach zum 19. Mal einen Sprint gewonnen. Erfolgreicher war kein anderer Fahrer. Am Sonntag machte der Spanier vor fast 100.000 Zuschauern den nächsten Doppelsieg perfekt, schon im Vorjahr hatte Márquez beide Rennen auf dem Sachsenring gewonnen.
Der 33-Jährige setzte sich überlegen vor Ai Ogura aus Japan und seinem Landsmann Raul Fernandez (beide Aprilia) durch, im WM-Klassement sprang der siebenmalige MotoGP-Champion vor der vierwöchigen Sommerpause mit nun 190 Punkten um zwei Positionen auf Rang drei. Es führt weiter Jorge Martín (Spanien/Aprilia/208), Zweiter ist Ogura (194) vor Márquez und Marco Bezzecchi (Italien/Aprilia/186), der sich am Samstag im Qualifying das linke Schlüsselbein gebrochen hatte, nicht starten konnte und am Sonntag operiert wurde.
Márquez dominierte das Rennen von Beginn an, härtester Verfolger war sein jüngerer Bruder Àlex. Doch dieser schied nach einem Sturz in der zehnten von 30 Runden aus. Die beiden Aprilia-Piloten hinter ihm konnten dem Dauersieger nie gefährlich werden.
Ein Jahr vor dem 100. Sachsenring-Geburtstag war das Rennwochenende ein voller Erfolg. 261.813 Besucher sorgten zum fünften Mal nacheinander für einen Rekord. 2027 soll die Bestmarke erneut fallen.
O.Bernard--LiLuX