Beim Doppelpack: DBB-Frauen verpatzen Generalprobe für Heim-WM
Gut eine Woche vor Beginn der Heim-WM haben die deutschen Basketballerinnen beim Double-Header in Köln ihre Generalprobe verpatzt und vor dem Highlight einen weiteren Rückschlag kassiert. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange unterlag der Türkei 62:63 (40:30), es war die dritte Niederlage im dritten und letzten Vorbereitungsspiel für das Turnier (4. Bis 13. September).
"Das macht mich nicht so nervös", sagte Lange nach dem Spiel bei MagentaSport: "Es waren sehr gute Spiele. Im dritten Viertel haben wir ein bisschen den Faden verloren." Sein Team habe aber "viel gelernt", erklärte der Coach. Topscorerin Alexandra Wilke meinte: "Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht."
Der Test in der schon nachmittags gut gefüllten Lanxess Arena fand im Rahmen eines Doppelspieltags statt, die deutschen Männer treten am Abend (20.00 Uhr/MagentaTV) in der WM-Qualifikation auf dem Kölner Parkett gegen die Niederlande an. "Ich finde das super mit den Frauen", hatte Kapitän Dennis Schröder im Vorfeld gesagt, das Event sei "sehr cool".
Lange konnte gegen die Türkei, ebenfalls bei der WM dabei, mit Luisa Geiselsöder weiterhin nur eine WNBA-Spielerin aufbieten. Frieda Bühner (beide Portland Fire) saß auf der Bank, kam aber noch nicht zum Einsatz. Die angeschlagene Nyara Sabally (Toronto Tempo) verfolgte das Spiel von der Tribüne, könnte jedoch wie ihre ältere Schwester Satou für die WM ausfallen. Leonie Fiebich (beide New York Liberty) verstärkt voraussichtlich erst in einigen Tagen die Mannschaft. "Dann sieht es etwas anders sein", sagte Lange.
Vor großer Kulisse hatte das deutsche Team anfangs enorme Probleme an der Dreierlinie. Die ersten sechs Würfe gingen daneben, dann brach Wilke kurz vor Ende des ersten Viertels den Bann. Eine Initialzündung, fortan lief es deutlich besser, nach einem 11:0-Run hieß es 30:17.
Das Team des Deutschen Basketball Bundes (DBB) um Wilke (15 Punkte) behauptete zunächst seinen Vorsprung, brachte sich durch Unkonzentriertheiten aber unnötig in Schwierigkeiten - und die Türkei zurück ins Spiel. Es blieb offen, Alexis Peterson vergab die letzte Chance zum Sieg neun Sekunden vor Schluss.
Am Freitag kommender Woche (17.45 Uhr/MagentaTV) treffen die DBB-Frauen zum WM-Auftakt auf Vize-Europameister Spanien, zuletzt erster Gegner der Vorbereitung (60:65). Am Sonntag hatte die deutsche Auswahl gegen Ungarn verloren (62:68).
Die weiteren Vorrundengegner in Berlin heißen Japan (5. September) und Mali (7. September). Die Gruppensieger ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Teams auf den Plätzen zwei und drei spielen in einer Qualifikationsrunde überkreuz um vier offene Plätze. Erklärtes Ziel des EM-Fünften Deutschland ist eine Medaille.
L.Olinger--LiLuX